Direkt zum Hauptbereich

Offiziell vereint

Kinder, ich gebe es ehrlich zu, es gibt sie: die Momente im Leben, an denen ich Euch teilhaben lassen möchte. Heute war es soweit, heute haben wir uns das erste Mal hochoffiziell getroffen, heute habe ich zwar nicht nach der mittlerweile nur allzu gut bekannten Tasse Zucker gefragt, aber ich habe um ein gemeinsames Foto gebeten. Ich bin mir sicher, dass dies nicht nur der erste Schritt in Richtung gemeinsame Zukunft war, sondern einer, der sich hat sehen lassen können! Ich habe den Bachelor getroffen. Den einzig wahren Bachelor. Paul Janke. Als ich meinen mir mittlerweile nur allzu vertrauten ehemaligen Nachbarn zwischen drei Terminen unweit von mir entfernt bei einem PR-Event im Zuge der gerade stattfindenden Europa-Meisterschaft entdeckt habe, habe ich natürlich erst einmal versucht mein hüpfendes Herz zu beruhigen. Ob das die lang ersehnte Chance auf ein romantisches erstes Hallo sein würde? Ob ich den ewigen Junggesellen nach langem Begehren endlich für mich würde einnehmen können? Ob ich mich gar zu erkennen geben und ihm von meinem schon damals mit schmachtendem Herzen verfassten Liebesbrief erzählen sollte? Tausende von Gedanken rasten durch meinen Kopf und ich musste mich erstmal in ein mitgebrachtes Faltblatt vertiefen um meine Aufregung halbwegs in den Griff zu bekommen. Wie sollte ich ihm bloß entgegen treten? Und noch viel wichtiger: warum sollte ich ihm überhaupt entgegen treten? Sollte ich mich wirklich in die kichernde und juchzende Menge von halbstarken Teenies, rüstigen Rentnern und undefinierbaren Zottelbären begeben um meinem ehemaligen Nachbarn Hallo zu sagen? Und, ich sage es offen heraus, um ein Foto zu bitten? Macht man das noch? Auch in meinem Alter? Oder ist das so out, dass es schon wieder in ist? Abgesehen davon müsste ich doch eigentlich andere Wege finden um mit dem Mann meines Herzens in Kontakt treten zu können. Aber da das über die Jahre und dem Euch vertrauten Liebesbrief, der es sogar zu Markus Lanz und ins Perfekte Promi-Dinner geschafft hat, nur der Bachelor leider nicht zu mir, bekanntlich nicht funktioniert hat, war nun vielleicht die Gunst der Stunde gekommen, die ich würde ergreifen müssen. Auf die Plätze. Fertig. Los. "Hallo." - "Hallo!" - " Können wir auch ein Foto machen?" - "Natürlich. Gerne!" - "Ich muss nur noch jemanden finden, der eins machen kann. Ich bin nämlich alleine hier..." Und dann habe ich einfach einem der wartenden Mädels mein Handy in die Hand gedrückt. Ihr ahnt es, für mich überhaupt gar kein Problem. Mein schöner Bachelor hat daraufhin den Arm um mich gelegt und mich innig festgehalten, seine Hand warm auf meiner Schulter, ich spüre sie fast noch, und unser Foto für die Ewigkeit ist entstanden. Kinder, war das schön! Ich hätte ewig so stehenbleiben können. Natürlich habe ich mich anschließend höflich bedankt, woraufhin mein Herzbube antwortete "Gerne!" und mich nicht nur strahlend angelächelt, sondern mir auch verschmitzt und tatsächlich ganz schön süß von ganz nah zugezwinkert und noch mal fest meinen Arm gedrückt hat. Und rums war ich weg. Ich meine, ich habe bestimmt noch zurückgelächelt, aber zu mehr war ich einfach nicht in der Lage. Ich glaube, ich habe mich nicht mal mehr bei dem Mädchen für das Foto bedankt. Oder vielleicht doch. Denn komme was wolle, Höflichkeit steht bei mir immer ganz weit vorne. Aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Denn ein Moment in den Armen meines Bachelors hat mich doch tatsächlich um den Verstand gebracht. Kinder, ist es denn die Möglichkeit! Andere verlieben sich immer wieder neu, auch schön, aber ich, ich bleibe meinem Rosenkavalier treu. Und sollte dringend darüber nachdenken wann und wo wir uns wiedesehen können! In diesem Sinne: input please. Have a very happy wednesday night, lovers. Enjoy.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mittendrin statt nur dabei - Meine wilde Party-Nacht mit den Promis

Kinder, es gibt Momente im Leben, die muss man einfach noch mal Revue passieren lassen. Weil sie einmalig waren, beeindruckend, belustigend, merkwürdig, spannend, aufregend, oder sogar alles zusammen. Daher möchte ich Euch heute noch einmal mitnehmen zur Movie meets Media Party in Berlin und wünsche Euch viel Spaß bei diesem herrlichen Rückblick!

Es ist ein absolutes Mega-Highlight: ich habe Karten für die Movie meets Media Party anlässlich der Berlinale in unserer Hauptstadt gewonnen und ich kann mein Glück kaum glauben. Aber ehe ich mich versehe und noch länger darüber nachdenken kann, was für ein Glück ich hatte, sitze ich auch schon im Bus und brause mit wehendem Haar gen Berlin. Im Hotel angekommen bleiben mir noch gute drei Stunden um mich auf den abendlichen Event der Spitzenklasse vorzubereiten, und die Zeit will gut genutzt werden. Schließlich will ich den Promis in nichts nachstehen. Und so verwende ich unzählige Minuten und ganz viel Hingabe darauf, ebenfalls wie ein Promi …

Muskulös

Kinder, endlich ist es wieder soweit! Es gibt Neuigkeiten aus der Welt der Internet-Liebenden und Online-Suchenden, aus der Welt der Scheinprinzen und Schaumschläger, aus der Welt in der alles kann aber nichts geht. Zumindest bei mir gerade nicht. Nicht mehr. Irgendwann ist auch mal Schluss im Bus. Aus die Maus. Und Ende im Gelände. Irgendwann ist das Maß auch einfach erst mal voll aber keiner weiß ob sich das nicht vielleicht auch ganz schnell wieder ändern kann. Und so widme ich mich für den Moment völlig selbstlos den wieder einmal unmöglichsten Suchanzeigen bei deren Lesegenuss klar ersichtlich werden sollte, warum die BILD Online kürzlich mit großen Lettern lockte „Zu früh gefreut beim ersten Match! Was beim Tinder-Date alles schief gehen kann!“ Bei den folgenden Annoncen kann ich mir zwar kaum vorstellen, dass dort allzu viel gematched wird, aber da auch ich nie auslerne kann ich natürlich nicht wissen wer Lust auf diese wildgewordenen Lüstlinge bekommt und das Netz nachträglich…

Ausgemustert

Kinder, Ihr kennt es, ich kenne es, die Frage ist: wer kennt es nicht? Wie oft stehen wir verzweifelt vor dem Kleiderschrank, vor Kommoden, Kisten, Kästen, Schubladen, noch immer nicht ausgepackten Tüten und Verstecken, die keiner jemals zu Gesicht bekommen darf, und reißen alles raus auf der bangen Suche nach einem passenden Kleidungsstück oder viel schlimmer noch nach einem ganzen passenden Outfit! Und so viel wir auch aus sämtlichen Stauräumen herausziehen und nach kurzem Zweifeln doch schnell wieder aufs Bett oder auf den Boden werfen, irgendwie gibt es immer wieder, und ich betone: IMMER WIEDER! Tage an denen wir so gar nichts finden wollen was zu unserer aktuellen Stimmungslage, zu unserem Gemüt, zur Situation, zum Anlass oder auch einfach nur insgesamt passen will. So ein Dilemma! Und wie kann das eigentlich sein? Oder gibt es dazu vielleicht gar keine logische Erklärung? Gibt es die vielleicht zu vielerlei Dingen, so sehr wir auch suchen und uns den Kopf darüber zerbrechen, ma…