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Sattelfest

Kinder, wie heißt es in der Reitkunde so schön: Wer vom Pferd fällt, der muss ganz schnell wieder aufsteigen. Sodenn bin ich wie Ihr wisst jemand der nicht nur sagt sondern auch tut und habe aus eben diesem Grunde kürzlich nicht nur aufgesattelt sondern bin auch losgeritten. Natürlich nicht ohne Plan und Ziel und schon gar nicht ohne High Heels, nein, schließlich weiß ich aus hinlänglicher Erfahrung wie wichtig die richtige Ausrüstung ist. Ob beim Reiten oder anderen Schandtaten des illustren Illustrierten-Lebens, das richtige Schuhwerk ist ausschlaggebend! Und wer mich einmal auf High Heels gesehen hat, der weiß wovon ich spreche. Da lässt sich die Frage „Busen oder Po“ aus dem FF beantworten. Doch bevor ich wie so oft abschweife wollen wir uns der folgenden Geschichte widmen die fast noch zu schön ist um wahr zu sein. Aber glaubt mir, das ist sie. So trug es sich also zu, dass ich vor wenigen Tagen einem abendlichen Date mit einem mir bis dahin unbekannten Junggesellen zustimm...

Dreist wie Protz sie schuf

Kinder, es gibt Geschichten die nur das Leben schreiben kann. Oder wie in diesem speziellen Fall gibt es Geschichten die nur the bitchy rich people zur Mittagsstunde in einem kleinen Bistro ums Eck schreiben können. Aber der Reihe nach, wir wollen die Pointe ja nicht vor der Story verraten, sonst liest hier ja keiner mehr bis zum Ende. Und Kinder, wo kämen wir denn da hin! So trug es sich also zu, dass ich zur benannten Stunde dem Mittagsimbiss frönte und einen kühlen Tropfen und ein paar Seiten in meinem Buch genoss. Als besondere Aufmerksamkeit des Hauses wurde mir sogar anschließend noch ein Cappuccino an den Tisch gebracht was mich nicht nur erfreute, sondern mir auch die Gelegenheit gab noch ein paar Minuten länger zu verweilen. Kinder, Ihr kennt es, und auch Goethe wusste scheinbar schon vor Jahrhunderten wovon er sprach als er die Zeilen verfasste: „Augenblick, verweile doch, Du bist so schön.“ Dass Boris Becker den Anfang dieser immerwährenden Worte einst als Titel fü...

Der durstige Trinker

Freunde, es geschehen ja immer wieder Dinge, die uns zum Kopfschütteln bringen. So auch vor kurzem, als ich im Supermarkt meines Vertrauens in Winterhude noch schnell ein paar Dinge einkaufen ging. Schon beim Betreten des Geschäftes entdeckte ich einen meiner ziemlich kauzigen Nachbarn. Wann immer ich ihn im Fahrstuhl treffe, riecht er nicht nur nach einem gut ausgestatteten Schnapsladen, sondern hat auch diverse Flaschen für den Müll dabei, die das Offensichtliche gleichsam unterstreichen. Ich versuche dann immer sieben Stockwerke lang die Luft anzuhalten. Manchmal schaffe ich das leider nicht. Auch an jenem Tag im Supermarkt prüfte mein Nachbar nicht nur ausführlich die aktuellen Angebote im Alkoholregal, sondern befüllte auch seinen Einkaufswagen mit einer äußerst großzügigen Anzahl an Wein und Spirituosen. Nun gut, es war Freitag, das Wochenende stand vor der Tür, da muss man sich schon mal warm trinken. An der Kasse beobachtete ich teils amüsiert, teils leicht verstö...

Gescheitert und Geschmacklos

Neulich im Bistro. Kinder, Ihr wisst es, meine Augen und Ohren sind überall, und das tatsächlich ohne es zu wollen. Hochsensible Menschen wie ich reagieren stärker als der Durchschnitt auf Reize, wir nehmen sie nicht nur umfassender wahr, wir verarbeiten sie auch viel detaillierter. Die Wissenschaft versucht Hochsensibilität wie folgt zu erklären: Es werden mehr Reize als „wichtig“ eingestuft und somit erreichen auch viel mehr Reize das Bewusstsein. Die Sinnesorgane nehmen zwar durchschnittlich nicht mehr Informationen auf, dafür werden aber weniger Sinneseindrücke aus der Wahrnehmung herausgefiltert. Reize werden tiefer, intensiver und detaillierter wahrgenommen und gespeichert. Kurz gesagt: ich habe keinen eingebauten Trichter, keinen Schutzdamm, und so prasseln ungefiltert alle möglichen Eindrücke ungewollt auf mich ein. Dieser nicht vorhandene Mechanismus sorgt dafür, dass ich nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst sehr viel deutlicher erlebe, was um mich herum pas...

Auf ein Glas Spaß-Wein

Liebe Festgenossen, wer sucht ihn nicht? Einen herrlichen, wohlschmeckenden Tropfen Wein zu einem guten Preis, der einfach immer passt? Nun, ich habe ihn gefunden und ich stelle ihn Euch gerne vor. Warum ich auf diesen Wein aufmerksam geworden bin? Zum ersten habe ich von Natur aus immer ein offenes Auge für das was um mich herum passiert, weiterhin interessiere ich mich ausserordentlich für guten Wein zu angemessenen Preisen und last but not least lese ich ausgesprochen gerne die Produktbeschreibung auf dem Flaschen-Etikett. Gerade kürzlich fand ich also den Wein, den ich Euch heute vorstellen möchte. Pont Chalet Cinsault Rosé. Interessiert drehte ich bei Edeka am Regal stehend die Flasche um und inspizierte die gedruckten Informationen. Als meine Augen mit amüsiertem Schreck während meiner Lektüre auf dem Begriff "ein absoluter Spaß-Wein" hängenblieben und ich kurz aber heftig husten und prusten musste, habe ich mir gedacht, dass ich die dekadente Dreistigkeit der Schreiber...

Man lernt nie aus

Kinder, pünktlich zum morgigen Kino-Tag möchte ich Euch unbedingt noch mit einem aktuellen Tipp versorgen und Euch den folgenden Film wärmstens ans Herz legen: "Man lernt nie aus" mit Anne Hathaway, Robert de Niro, Anders Holm und Rene Russo. Ich gebe gerne zu, dass dieser Film nicht der allerallerneueste an den Kinokassen ist, aber es ist momentan einer der vergnüglichsten und kurzweiligsten Filme im Kino und er macht einfach Spass. Ich hätte noch ewig weiter dabei zuschauen können wie Jules Ostin alias Anne Hathaway in busy New York City über ihre eigene, am Küchentisch bei einem Glas Wein gegründete Internet-Mode-Firma regiert und dabei mit den klugen Tipps und Ratschlägen ihres Senioren-Praktikanten Ben Whittaker alias Robert de Niro das Beste aus ihrem Unternehmen und gleichzeitig das Beste aus Ihrem Leben macht. Weil sie a) ein gutes Gespür für Trends hat, b) auf ihr Gefühl vertraut, c) in Ben Whittaker, wenn auch anfangs nur widerwillig, jemanden gefunden hat, der ihr...

Essen hält Leib und Seele zusammen

Kinder, kennt Ihr das auch? Diese Tage, die sich einfach nur schlimm, traurig, trostlos, sorgenvoll und blöd anfühlen? An denen scheinbar nichts helfen mag, so sehr wir uns auch am Schlüppi reissen und versuchen den grauen Nebelschwaden und Regenvorhängen zu trotzen, die unser Gemüt so ungestüm aus dem Takt bringen? Die Tage, an denen wir uns trotz schwerem Herzen und schmerzerfülltem Gedankenkarussel mutig den Weg nach vorn bahnen und auf halber Strecke merken, dass die gute Miene zum bösen Spiel nicht lange aufrechtzuerhalten sein wird? Dann habe ich hier einen schlichten, einfachen Tipp für Euch: gerade an diesen Tagen solltet Ihr besonders gut essen. Es klingt einfach und banal, und viele werden jetzt genervt weiter klicken und sich denken, dass das doch nun wirklich ein alter Hut ist, aber ich sage es Euch nochmal: an ebensolchen Tagen solltet Ihr besonders gut essen. Nicht von ungefähr kommt uns an dieser Stelle der sagenumwobene Spruch unserer Großeltern in den Sinn: Essen hält...

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 9)

Kinder, heute hatte ich einen wirklich schönen Tag. Und einen sehr ruhigen Tag. Das tat gut, auch wenn ich immer noch sehr erschöpft bin. (Isch frage misch da regelrescht, ob mir so ein Caramell-Fitness-Drink vom Ingo an und für sisch gut tun würde?!) Aber immer schön der Reihe nach. Schließlich will ich Euch auch dieses Mal der Vollständigkeit halber nicht vorenthalten was mich gestern vom Schreiben abgehalten hat. Am Montag wache ich zur zur frühen Stunde auf und stelle hocherfreut fest, dass ich noch genug Zeit habe um rechtzeitig zum Frühstück bei McDonalds zu sein. Sapperlot noch eins, wenn das nichts ist! Flink ins Bad geeilt, Gesicht gereinigt, mit Tonic geklärt und anschließend meine neue fantastische Creme aufgetragen, Haare hochgesteckt, Jeans angezogen, cremefarbener leichter Pulli von Massimo Dutti (richtig, aus dem Sale! Und er sieht himmlisch aus!) aus meinem Klamottenstapel gezerrt und übergeworfen, Birkenstocks an, doch noch fix die Lippen angemalt und auf geht's z...

Babs Becker für Arme

Heissa, Hossa, Hoppsassa, kennt Ihr schon meine neue beste Freundin Babs Becker für Arme? Fest steht, dass sie in Winterhude bekannt ist wie ein bunter Hund. Wann immer ich auf dem Mühlenkamp unterwegs bin, treffe ich auf die allgegenwärtige BFF scheinbar aller herumlungernden, dekadent lebenden, selbstherrlichen und aufgeblasenen Schmeißfliegen des Viertels. Die Gute hat stets und ständig ein ordentlich gefülltes Weinglas in der Hand, egal zu welcher Tageszeit. Besonders im Blauen Pony scheint das Promi-Double Stammgast zu sein, ich erkenne sie meist schon von weitem. Den Teint und die dunklen Locken hat sie mit ihrer durchaus bekannten Doppelgängerin gemeinsam. An der Figur allerdings ist nicht mehr viel dran, was zum einen daran liegen mag, dass sie wohl komplett auf feste Nahrung verzichtet und sich lieber voll und ganz dem Vino widmet, und zum anderen daran, dass sie raucht wie ein frisch gereinigter Fabrikschornstein. Aber halli hallo, wie unbedacht von mir, Heroin Chic ist schli...

Der durstige Trinker

Freunde, es geschehen ja immer wieder Dinge, die uns zum Kopfschütteln bringen. So auch vor kurzem, als ich im Supermarkt meines Vertrauens in Winterhude noch schnell ein paar Dinge einkaufen ging. Schon beim Betreten des Geschäftes entdeckte ich einen meiner ziemlich kauzigen Nachbarn. Wann immer ich ihn im Fahrstuhl treffe, riecht er nicht nur nach einem gut ausgestatteten Schnapsladen, sondern hat auch diverse Flaschen für den Müll dabei, die das Offensichtliche gleichsam unterstreichen. Ich versuche dann immer sieben Stockwerke lang die Luft anzuhalten. Manchmal schaffe ich das leider nicht. Auch an jenem Tag im Supermarkt prüfte mein Nachbar nicht nur ausführlich die aktuellen Angebote im Alkoholregal, sondern befüllte auch seinen Einkaufswagen mit einer äußerst großzügigen Anzahl an Wein und Spirituosen. Nun gut, es war Freitag, das Wochenende stand vor der Tür, da muss man sich schon mal warm trinken. An der Kasse beobachtete ich teils amüsiert, teils leicht verstört, wie mein d...