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Posts mit dem Label "Abenteuer" werden angezeigt.

Arm dran, Penis ab!

Kinder, wenn man im Ausland zur High School gegangen ist und im Ausland gelebt, studiert und gearbeitet hat, dann meint man oft irrtümlich man hätte schon alles gesehen und vielleicht sogar auch alles erlebt. Naja, fast alles. Denn was einem die heimischen Männer hier immer wieder aufs Neue vor die Nase setzen kann man wahrscheinlich auch in den besten und entlegensten ausländischen Gefilden nicht erleben. Diese Geschichten schreiben sich immer wieder ganz neu und so welt- und wortgewandt man auch ist, so erfahren man auch meint zu sein, nichts feit einen vor den Aber- und Aberwitzigkeiten der hiesigen Spezies Mann. Nichts. Ihr glaubt mir nicht? Nun, dann seid Ihr vielleicht seit Jahren in einer festen Beziehung und müsst Euch von daher nicht mit den Unwegsamkeiten von Ersten Dates, Ersten Malen mit einem neuen Mann und Ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften und weiteren unzähligen Verwirrungen auseinandersetzen die es gilt sich in erster Linie selbst zu erklären, weil sie einem ...

Mister X und sein Sammelalbum

Kinder, es gibt sie immer wieder, die wilden Momente im Leben in denen man nichtsahnend von einem frühen Samstagmorgen-Spaziergang nach Hause kommt und zunächst einen Anruf von Anonym nebst einigen Nachrichten von einem Typen auf dem Display seines Handys vorfindet, den man vor einigen Monaten kennengelernt und bei dem man sich als Nummerngirl verdingt hat. Die aufmerksamen Leser werden wissen was damit gemeint ist, den Neueinsteigern verrate ich gerne worum es sich dabei handelt: als Nummerngirl habe ich mir dieses Jahr einen Namen gemacht weil ich ein paar Typen auf ihre Nachfrage hin (gut, einem auch einfach so) meine Nummer gegeben habe und sie sich dennoch nie gemeldet haben. So auch bei diesem Mann mit dem meine Freundin und ich zusammen mit seinem Freund einen überaus amüsanten Abend in einer dieser verruchten Winterhuder Bars verbracht haben. Zufällig kennengelernt, viel gelacht, bestens amüsiert. Aber die spontanen Abende sind oft auch die allerbesten. Habe ich zumindest irgen...

Ist Glück endlich?

Kinder, das Wetter ist wechselhaft und wenig weihnachtlich und meine Gedanken rasen unermüdlich von a nach b über x nach y und ohne bei z anzuhalten wieder zurück zu a. Und auch wenn wir froh und munter sein sollen, so habe ich doch gerade andere Dinge im Sinn und stelle mir unter anderem die folgenden Fragen: Was wird aus der Suche nach dem Glück wenn wir endlich (?) glücklich sind? Beginnt die Suche dann von vorne? Werden wir ungenügsam obwohl wir unser Glück doch eigentlich gefunden haben? Liegt das in der Natur des Menschen? Und ist das Glück letztendlich tatsächlich endlich und nicht unendlich und aus diesem Grund können wir gar nicht anders und wir beginnen, wenn auch vielleicht unbewusst, immer wieder von neuem mit unserer Suche nach dem Glück? Auf einmal sucht man dann vielleicht nach etwas anderem, etwas neuem, nach mehr. Weil es passieren kann, dass wir uns nicht mehr mit dem zufrieden geben können, wollen, müssen, was wir haben, weil in uns ein Feuer, ein Trieb, eine Leid...

Große Flamme, nichts dahinter

Kinder, neulich schlenderte ich mit weniger wehendem Haar als es sonst für mich üblich ist über den Weihnachtsmarkt und ob ich wollte oder nicht, ich wollte nicht, aber manchmal hat man keine Wahl, kam ich nicht umhin Gesprächsfetzen zweier Männer an mein Ohr dringen zu lassen von denen der folgende Wortlaut sich in meine Erinnerung brannte: „Und ist die Position zur dritten die große Flamme?“ Zweifelsohne, wie ich schnell bemerkte, handelte es sich bei diesem munteren Herrengeplauder um zwei Kerle von denen zumindest der eine gleich mehrere Eisen im Feuer hatte. Aber drei, ich meine DREI!, gleichzeitig? Ist das jetzt Trend? Oder war das schon immer so? Und warum hat man(n) (frau eigentlich auch?) heutzutage eigentlich mehr als nur eine Flamme auf dem Herd, im Ofen, am Kamin und seit wann reicht EINE lodernde Flamme nicht mehr aus? Diese Entwicklung, wenn es denn überhaupt eine Entwicklung ist, erinnert mich an einen meiner Lieblingsfilme aus den Neunzigern. „Workaholic“ mit Christian...

Bademantel-Fast-Nackt-Nacht-Szene

Kinder, oft denken wir ja, dass es so richtig geile Filmszenen nur in Hollywood-Deep-Romance-Blockbustern gibt, aber ich sage es Euch, wenn wir die Augen nur offen halten und zwischendurch auch mal nach links und rechts gucken, dann werden uns auch ohne Filmindustrie immer wieder interessante, spannende und gleichsam unterhaltende Bildstreifen zuteil. Neulich trug es sich zu, dass ich um fünf Uhr morgens nach einem langen Tag der in eine lange Nacht überging auf dem Nachhauseweg vollkommen übermüdet aus dem Fenster starrte und vor Erschöpfung meinen Augen kaum trauen konnte als sich mir folgende Szene darbot: vor dem Boulevard Hotel auf dem Hofweg rannte eine Frau in weißem Frotteebademantel barfuß einem schick gekleideten Gentleman hinterher. Die Frau hatte sich nicht lumpen lassen und neben dem Bademantel die komplette Spa-Bekleidung nebst Handtuch-Turban um die scheinbar noch feuchten Haare geschlungen, auf die Badeschlappen hatte sie allerdings verzichtet, war ja auch noch, äh, wi...

Nummerngirl

Kinder, ich komme nicht umhin mich immer wieder zu fragen jedoch weit davon entfernt zu bleiben eine Antwort zu finden: wie sind Paare eigentlich früher zusammen gekommen? Und gibt es überhaupt noch Paare die irgendwie irgendwann zusammen kommen? Oder verschwinden Partnerschaften, also richtige echte Partnerschaften, irgendwann in einem Meer der Bedeutungslosigkeiten und man wird sich in hundert Jahren über ein längst ausgestorbenes Relikt an künstlichen Lagerfeuern über diese verrückten Leute unterhalten und Legenden erzählen von Menschen, die tatsächlich so aberwitzig waren und als Paar zusammengelebt haben, vielleicht gar verheiratet waren? Ich sage es offen und ehrlich heraus: es ist nicht im Geringsten so dass ich nicht versuche jemanden zu finden. Jemanden kennenzulernen. Mich mit jemandem zu verabreden, der dieser sogenannte Richtige sein könnte. Aber es ist verdammt schwer, denn so gut man sich auch verstehen kann, so nett man auch plaudert, so verheißungsvoll man auch flirtet...

Bauen oder Pflanzen

Ein Mensch kann in seinem Leben zwei Dinge tun: bauen oder pflanzen. Diejenigen, die bauen, brauchen manchmal Jahre, um ihr Ziel zu erreichen, aber eines Tages ist ihre Arbeit beendet. Dann sind sie untätig, und die Wände, die sie gebaut haben, engen sie ein. Das Leben verliert seinen Sinn, wenn der Bau errichtet ist. Aber es gibt auch diejenigen, die pflanzen. Sie leiden manchmal unter Unwettern, unter den Jahreszeiten und ruhen selten aus. Doch anders als ein Gebäude hört ein Garten nie auf zu wachsen. Und da er die Aufmerksamkeit des Gärtners immer fordert, kann für denjenigen, der pflanzt, das Leben ein großes Abenteuer sein. (Paulo Coelho, taken from: Brida)

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 1)

Kinners, nee, ich kann es kaum glauben, endlich habe ich Urlaub! Nach mehr als einem halben Jahr auch überaus verdient. Und diese Zeit will nun genutzt werden, um endlich mit dem anzufangen, was ich EIGENTLICH machen will. Dazu bin ich in letzter Zeit leider gar nicht mehr gekommen, und dabei steht mein Lebenstraum doch schon seit Kindheitstagen fest: ich werde Schriftstellerin. Sämtlichen Mitmenschen und, gottlob, auch mir selber ist das seit unerträglicher Ewigkeit lang klar, aber, wie wir alle wissen, von nichts kommt nichts. Schön, dass die Ideen mir nur so im Kopf herum spuken und ich, wann immer ich unterwegs bin, tausende von Sätzen in Gedanken aneinanderreihe und immer neuen Klamauk im Sinn habe, aber was habe ich davon, wenn ich es nicht AUFSCHREIBE? Die Antwort ist einfach und banal, und auch für die Nicht-Schnellmerker wie eins und eins im Kopf zusammen zu zählen: NICHTS. Und aus diesem Grund fange ich jetzt an. Ich lege los. Ich gebe Gas. Ich haue richtig einen raus. Auf ge...