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Posts mit dem Label "Gefühle" werden angezeigt.

20 Euro, ein Bier und die BILD-Zeitung

Kinder, neulich im Bistro beim Lunch war es mir zeitweise wieder einmal nicht möglich einige der Gespräche die um mich herum stattfanden auszublenden. So trug es sich also zu, dass ein paar rüstige Senioren, wobei diese mit Sicherheit beleidigt wären, wenn sie lesen würden, dass ich sie a) als rüstig und b) als Senioren bezeichnen würde, aber nun gut, sich in meiner Nähe häuslich eingerichtet hatten und sich über Gott und die Welt unterhielten. Vor allem natürlich über die Welt die sie mit Haarspray-behaftetem Haar bereisten, denn alle vier, die beiden Damen und die beiden Herren, waren von solch einer Bräune übersät, oder sagt man da überschattet, nee, das würde auch keinen Sinn machen, also, egal, sie waren einfach sehr sehr braun alle miteinander, und entsprachen auch hier wieder einem herrlichen Klischee von gut betuchten Kreuzfahrtreisenden, dass man eigentlich nur schmunzeln konnte. Und sich ums erneute Mal nicht wundern braucht woher diese sogenannten Schablonen und Ster...

Die Insel der Gefühle

Vor langer Zeit existierte einmal eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen zu Hause: Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort. Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel. Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe. Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“ „Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich.“ Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“ „Liebe, ich kann ...

Gefühlsfreiheit

Freunde, ernsthaft, wirklich richtig ernsthaft, müssen wir uns jetzt tatsächlich in den sozialen Netzwerken darüber streiten WARUM wir traurig, mitgenommen, betroffen, schockiert, berührt, angsterfüllt, bewegt, zornig, wütend oder wie gelähmt sind aufgrund der aktuellen Ereignisse unweit unserer Haustüren? Sollte es uns nicht freistehen zu fühlen wie wir fühlen ohne uns gleichzeitig schlecht zu fühlen, weil wir nicht für alle schlimmen Dinge, die passieren, den gleichen tiefen Schock empfinden? Einfach weil uns manche Dinge aus verschiedenen Gründen mehr treffen als andere? Wir entscheiden nicht absichtlich darüber, was uns tief erschüttert und berührt. Es geschieht in unserem Unterbewusstsein. So viele setzen sich gerade öffentlich für Religions- und Meinungsfreiheit ein, wir sollten nicht vergessen, dass es auch eine Gefühlsfreiheit gibt. Und vielleicht ist es die ehrlichste Freiheit, die existiert, weil sie echt ist und weil sie von tief innen kommt. Religionen und Meinungen kann ma...

Essen hält Leib und Seele zusammen

Kinder, kennt Ihr das auch? Diese Tage, die sich einfach nur schlimm, traurig, trostlos, sorgenvoll und blöd anfühlen? An denen scheinbar nichts helfen mag, so sehr wir uns auch am Schlüppi reissen und versuchen den grauen Nebelschwaden und Regenvorhängen zu trotzen, die unser Gemüt so ungestüm aus dem Takt bringen? Die Tage, an denen wir uns trotz schwerem Herzen und schmerzerfülltem Gedankenkarussel mutig den Weg nach vorn bahnen und auf halber Strecke merken, dass die gute Miene zum bösen Spiel nicht lange aufrechtzuerhalten sein wird? Dann habe ich hier einen schlichten, einfachen Tipp für Euch: gerade an diesen Tagen solltet Ihr besonders gut essen. Es klingt einfach und banal, und viele werden jetzt genervt weiter klicken und sich denken, dass das doch nun wirklich ein alter Hut ist, aber ich sage es Euch nochmal: an ebensolchen Tagen solltet Ihr besonders gut essen. Nicht von ungefähr kommt uns an dieser Stelle der sagenumwobene Spruch unserer Großeltern in den Sinn: Essen hält...

Ein Liebesbrief

Über Gefühle zu schreiben, Gefühle zu erklären, oder es zumindest versuchen, ist wohl das schwierigste auf der Welt. Denn wie soll man anschaulich erklären wie man fühlt, warum man so fühlt, warum einen seine Gefühle so verwirren? Die Liebe, und ja, ich benenne dieses Wort hier, ist so unfassbar anstrengend und schmerzhaft, dass ich oftmals nicht weiß, ob es sich tatsächlich lohnt immer wieder zu investieren. Abzuwarten, Verständnis aufzubringen, Verständnis zu zeigen, Verständnis zu haben, Vertrauen zu haben, dass die Dinge sich doch zum Guten wenden und all das Kämpfen doch einen Sinn macht. Ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen, zu warten, denn worauf warte ich denn eigentlich?, Verständnis zu haben und erwachsen zu sein. Ich kann nicht mehr länger an mich halten und alles akzeptieren, tolerieren, Verständnis zeigen, abwarten, erwachsen sein. Mein Herz zerspringt jeden Tag aufs Neue. Ich kann nicht mehr essen, ich kann nicht mehr atmen, ich kann nicht mal mehr weinen. Der Schmerz l...