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Posts mit dem Label "Schriftsteller" werden angezeigt.

Jahrestag

Heute ist Jahrestag. Und den feiern wir mit den Worten des fabelhaften Schriftstellers Paulo Coelho: "Is it possible to deviate from the path God has made?" - "Yes, but it's always a mistake." - "Is it possible to avoid pain?" - "Yes, but you'll never learn anything." - "Is it possible to know something without ever having experienced it?" - "Yes, but it will never be truly part of you." (from Aleph, Paulo Coelho)

Mein erster Tag als Schriftstellerin

Herrlich, Kinder, endlich bin ich Schriftstellerin! Ich wusste immer, dass dieser Tag kommen wird. Und meinen ersten Tag als Schriftstellerin verbringe ich natürlich standesgemäß: ich gehe ins Spa. Und zwar umsonst. Tja, so ist das als Schriftstellerin, auf einmal wird man überallhin eingeladen, und irgendwann darf ich sicher auch über den roten Teppich laufen, zusammen mit den Stars für die ich die Drehbücher zu ihren Oscar-prämierten Filmen geschrieben habe! Ach, entschuldigt, ich schweife ab. Ich wurde eingeladen. Vom Spa. Nicht weil ich Schriftstellerin bin, das halte ich lieber für's erste noch geheim, sondern weil ich so lange nicht dort war und sie mich aus diesem Grund gerne für einen ganzen Tag lang als ihren Gast begrüßen würden. Ich darf sogar eine Begleitung mitbringen. Na, da lasse ich mich doch nicht lange bitten! Wer im Sale einkauft, lässt sich auch gerne zu einem kostenlosen Aufenthalt im Spa einladen. Wobei ich betonen möchte, dass das eine eigentlich gar nichts m...

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 10)

Kinder, heute ist es endlich so weit, heute werde ich Schriftstellerin! Tag zehn meiner erquickenden Episode (hui, schon wieder eine Alliteration!) hat soeben begonnen und ich wache mit dem wunderbaren Wissen auf, dass ich für heute keine, aber auch gar keine Pläne habe. Gut, den Plan hatte ich mir im Laufe der letzten Tage so zurecht gelegt, aber ich finde, man muss auch mal ganz gezielt einen Tag lang keine Pläne haben. Wann ist das schon noch so? Seht Ihr, da habe ich Euch wieder. Und so bleibe ich erstmal noch im Bett liegen und genieße den erfrischenden Gedanken, dass ich heute nichts, aber auch gar nichts vorhabe. Irgendwann stehe ich auf, mache meine Playlist an, tanze ein wenig wie Kevin in "Kevin - Allein zu Haus", als er alleine zu Hause ist (die Eloquenz ist heute wieder einmal die meinige), koche Kaffee, surfe ein wenig im Netz, lese hier, fülle einen Warenkorb dort (ähh, ist alles schon wieder gelöscht!) und telefoniere schließlich mit meinem Bruder. Hey, ich sag...

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 6)

Heute kann ich nicht schreiben. Heute bin ich angemessen angetrunken und viel zu müde. Und ich bin noch immer überrascht darüber, dass der heisseste und hübscheste Typ auf der Party heute abend auf mich stand. Ich meine: hä? Ich habe meine Boyfriend Jeans, ein schlichtes weißes Oberteil (nicht mal mit Ausschnitt) von Massimo Dutti aus dem Sale und meine Birkenstocks angehabt, und ich sage es offen heraus: das ist jetzt nicht gerade das Outfit, mit dem man offiziell jemanden aufreißen könnte. Aber scheinbar hat er das anders gesehen. Interessant. Ich muss dahingehend investigieren. Und verstehe es bis dahin auch einfach erstmal nicht. Aber vielleicht muss ich das für den Moment auch gar nicht. Es ist klar, dass ich aus oben genannten Gründen sofort ins Bett muss. Und dass ich heute nicht nach dem Parfum von Axel dem Zuhälter stinke finde ich ist weitaus mehr als ein absoluter Bonuspunkt für eine angenehme Nachtruhe. Schlaft gut. Ich wünsche Euch eine entspannte Gute Nacht.

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 5)

Also Kinder, jetzt mal ganz ehrlich, manchmal kommt man einfach vom Wege ab. So geschehen am gestrigen Tage und natürlich liegt mir nichts ferner als Euch darüber im Unklaren zu lassen was mich gestern dummerweise schon wieder davon abgehalten hat endlich mit dem Schreiben zu beginnen. Aber immer schön der Reihe nach, schließlich möchte ich Euch nichts vorenthalten. Und ich muss der grausamen Wahrheit auch dringend direkt ins Auge blicken, da führt kein Weg dran vorbei, denn sonst komme ich nie dahinter, warum ich einfach nicht zum Schreiben komme. Nicht weit nach dem Morgengrauen, gut, das ist ein bisschen geschummelt, die Sonne scheint schon in vollster Herrlichkeit, hüpfe ich aus dem Bett und begebe mich kurze Zeit darauf mit meinem Kaffee und meiner momentanen Lieblingsmusik auf den Balkon. Hier genieße ich wie jeden Morgen meine Ruhe und die sonnige Seeligkeit meines Spätsommerurlaubs. Ich könnte ewig hier sitzenbleiben und möchte mich am liebsten gar nicht mehr fortbewegen, aber...

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 3)

Kinder, heute ist es endlich so weit! Heute gebe ich Vollgas. Heute lege ich los. Heute mache ich einen Ausflug. Schliesslich habe ich Urlaub und muss die Gunst der Stunde und der ebenfalls günstigen Zusammenstellung aus strahlendem Sonnenschein und annähernd ausreichend Zeit im Angebot endlich nutzen und ins sagenumwobene Blankeneser Treppenviertel und an den Strand fahren. Ich war zwar schon mal dort, aber das ist eine ganze Weile her und seitdem wollte ich unbedingt immer wieder dorthin zurück. Und so springe ich heute morgen nachdem ich mich noch einmal ganz kurz umgedreht habe aus dem Bett und gönne mir erstmal eine ausgedehnte Kaffeepause auf dem Balkon in der herrlichsten Spätsommersonne und lasse den Tag gemütlich angehen. So gehört es sich nämlich im Urlaub. Weil es draussen so schön ist, beantworte ich von meinem sonnenüberströmten Platz aus noch schnell ein paar E-Mails und und gönne mir anschliessend ein kleines Brunch-ähnliches Frühstück, damit ich auch ordentlich gestärkt...

Wie werde ich Schriftstellerin in zehn Tagen (Tag 1)

Kinners, nee, ich kann es kaum glauben, endlich habe ich Urlaub! Nach mehr als einem halben Jahr auch überaus verdient. Und diese Zeit will nun genutzt werden, um endlich mit dem anzufangen, was ich EIGENTLICH machen will. Dazu bin ich in letzter Zeit leider gar nicht mehr gekommen, und dabei steht mein Lebenstraum doch schon seit Kindheitstagen fest: ich werde Schriftstellerin. Sämtlichen Mitmenschen und, gottlob, auch mir selber ist das seit unerträglicher Ewigkeit lang klar, aber, wie wir alle wissen, von nichts kommt nichts. Schön, dass die Ideen mir nur so im Kopf herum spuken und ich, wann immer ich unterwegs bin, tausende von Sätzen in Gedanken aneinanderreihe und immer neuen Klamauk im Sinn habe, aber was habe ich davon, wenn ich es nicht AUFSCHREIBE? Die Antwort ist einfach und banal, und auch für die Nicht-Schnellmerker wie eins und eins im Kopf zusammen zu zählen: NICHTS. Und aus diesem Grund fange ich jetzt an. Ich lege los. Ich gebe Gas. Ich haue richtig einen raus. Auf ge...