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Posts mit dem Label "Protz" werden angezeigt.

Dreist wie Protz sie schuf

Kinder, es gibt Geschichten die nur das Leben schreiben kann. Oder wie in diesem speziellen Fall gibt es Geschichten die nur the bitchy rich people zur Mittagsstunde in einem kleinen Bistro ums Eck schreiben können. Aber der Reihe nach, wir wollen die Pointe ja nicht vor der Story verraten, sonst liest hier ja keiner mehr bis zum Ende. Und Kinder, wo kämen wir denn da hin! So trug es sich also zu, dass ich zur benannten Stunde dem Mittagsimbiss frönte und einen kühlen Tropfen und ein paar Seiten in meinem Buch genoss. Als besondere Aufmerksamkeit des Hauses wurde mir sogar anschließend noch ein Cappuccino an den Tisch gebracht was mich nicht nur erfreute, sondern mir auch die Gelegenheit gab noch ein paar Minuten länger zu verweilen. Kinder, Ihr kennt es, und auch Goethe wusste scheinbar schon vor Jahrhunderten wovon er sprach als er die Zeilen verfasste: „Augenblick, verweile doch, Du bist so schön.“ Dass Boris Becker den Anfang dieser immerwährenden Worte einst als Titel fü...

Zwischen Schnellschwimmerbahn und Nichtschwimmerbecken

Kinder, seit einigen Monaten gehe ich regelmäßig schwimmen. Das klingt jetzt vielleicht erst mal nach busy busy, Sporty Spice und ah und oh. Aber in Wahrheit ist es furchtbar anstrengend und treibt mich immer wieder an den Rande des Wahnsinns. Und hiermit meine ich nicht den tatsächlichen Akt des Schwimmens. Nein, damit ich meine ich all das was nebenher noch im Schwimmbad stattfindet. Eigentlich müsste man meinen, dass ein Schwimmbecken zum gleichmäßigen Bahnen schwimmen da ist. Aber auch hier werde ich jede Woche erneut eines Besseren belehrt. Wichtig zu wissen ist, dass der Außenpool unterteilt ist zwischen Schnellschwimmerbahn und, da kein Name am anderen Bereich dran steht, denen die es nicht sind. Auf der Schnellschwimmerbahn durchkreuzen die überdrehten Sportschwimmer mit Badekappe, Schwimmbrille, Schwimmanzug, Übungsausrüstung, Stoppuhr am Handgelenk und klar definiertem überheblichen „Ich-bin-besser-als-alle-anderen-aber-das-ist-schließlich-auch-klar“-Blick die F...

Dekadenz und Noblesse suchen eine neue Heimat auf dem Mühlenkamp

Freunde der Dekadenz und Noblesse, das Café du Nord in Winterhude hat geschlossen. Die Türen sind zu, das Licht ist erloschen, die Fenster sind mit Pappschildern verklebt. Der Ofen ist aus, der Drops ist gelutscht. Ende im Gelände, Schluss im Bus. Kann es denn die Möglichkeit sein? Und welche Frage noch viel wichtiger ist: was nun? Wohin mit den Champagner-schlürfenden Edel-Herrschaften, die das Café du Nord mit Sicherheit gerade auch deswegen aufsuchen, weil es hier auch schon zur frühen Tageszeit durchaus normal ist, mit einem Gläschen Nobelbrause auf den Vormittag anzustoßen? Und wohin mit den attraktiven, dünnen Frauen mit den sorgsam gestylten Haaren, den perfekt manikürten Fingernägeln, den stets überaus durchdachten Outfits, den unvermeidlichen enormen Riesen-Sonnenbrillen, und den Accessoires, die zu jeder Jahreszeit passend in Szene gesetzt werden? Wohin mit den prunkbesetzten Porschefahrern, die zu jeder Tageszeit lässig die Stufen des Cafés hinauf flitzen um lautstark zuerst...